"Von Brauch und Rauch"

Die Wurzeln unserer alpenländischen, spirituell-schamanischen Tradition im Jahreszyklus wiederfinden.

Wir begegnen in diesem Vortrag den uralten Frauentraditionen im Alpenraum wieder, welche bis heute in den heimischen Bräuchen weiterleben und erfahren im heilkräftigen Harz der Myrrhe eine Verwurzelung im Erd-Reich.

 

Jahr für Jahr kommt und geht die Vegetation. Monat für Monat kommt und geht die Mondin am Himmel. Tag für Tag kommt und geht das Licht. In diesem ewigen Kreislauf des Werdens, Wachsens, Reifens, Welkens, Aussamens und Wiederkehrens des Lebens sind auch wir Menschen eingebettet. Mit dem Lauf der Sonne wandelt sich die Erde von der weißen Jungfraugöttin, welche im Frühling das Leben zurück auf die Erde bringt, zur roten Lebens- und Liebesgöttin, die im Sommer alles erblühen und reifen lässt, um im Herbst und Winter einzutreten in die Zeit der schwarzen Göttin der Transformation, des Rückzugs, des Todes und der Wiedergeburt. 

 

In der Unterdrückung dieser uralten, erdverbundenen Spiritualität liegt die Ursache für viele seelische und körperliche „Erkrankungen“ in der heutigen Zeit. Die „Urkraft der Natur“ ist eine weiblich-mütterliche Kraft, denn alles Leben wird aus dem Schoss der Erde und des Kosmos geboren. Die Rückbesinnung auf und die bewusste Wiederverbindung mit den urweiblichen Zyklen von Geburt, Leben, Tod und Wiedergeburt bringt uns ein Gefühl von Geborgenheit, tiefem Vertrauen und Ankommen bei uns selbst zurück.