Ursprung der Klosterheilkunde

Von duftenden Gewürzen, abenteuerlichen Reisen und bitteren Tränken.

Im frühen Mittelalter hatten die christlichen Klöster Europas während mehr als 500 Jahren eine zentrale Stellung als Kulturelle Zentren, in denen das antike Wissen um die Pflanzenheilkunde bewahrt und weitergegeben wurde. Die handschriftlichen Werke aus dieser Epoche bilden einen wichtigen Mosaikstein bei der Erforschung der Wurzeln der europäischen Pflanzenheilkunde. Umfassende Rezeptsammlungen geben einen Einblick in das vielfältige Angebot an Zutaten, die über verschlungene Handelswege, die Seidenstrasse oder über die großen Seewege schließlich den Weg bis über die Alpen fanden. 

 

Ein Einblick in wichtige Werke und Entwicklungsschritte der Pflanzenheilkunde sowie duftende und bittere mittelalterliche Rezepturen vermitteln ein differenziertes Bild dieser frühen Epoche der Klosterheilkunde.

 

 

Bis heute haben sich in einigen Klöstern Medizin-Traditionen erhalten, die sich zwar der Moderne angepasst haben, zugleich aber noch eine unmittelbare Verbindung zurück zu den Wurzeln ermöglichen. Darin liegt vermutlich bis heute ein großer Teil der Faszination für diese Form der Pflanzenheilkunde.